Augendiagnostik:
Die Augen- und Irisdiagnostik hat eine Geschichte, die weiter zurückreicht, als man denken würde. Einen bemerkenswerten Vorläufer findet sie in Philippus Meyen, der 1670 seine Schrift "Chiromantia Medica" herausgab und darin die Einteilung der Iris in vier segmentale Zonen vornahm: "Wenn man betrachten will, in welchem Theil des Leibes die Unbäßlichkeit seyn soll, mus man die Augen in vier Theyle abtheilen." Diese Einteilung hat sich in der Praxis lange bestätigt und ist heute noch gültig. Weiterhin hat die Beobachtung der Phänomene am Auge durch viele Irisdiagnostiker, besonders im 19. und 20. Jahrhundert, zu einer Verfeinerung der Lehre und Zoneneinteilung geführt. Die Irisdiagnostiker, wie der bereits erwähnte Felke und seine Schüler, beschäftigten sich ebenfalls mit der Konstitution und erstellten das "Rezept aus dem Auge" in Form von homöopathischen Komplexmitteln, die zum Teil noch heute auf dem deutschen Arzneimittelmarkt erhältlich sind. In der modernen Augendiagnostik erkennt man heute eine Vielzahl von Zeichen und Pigmenten, denen man aus der Praxiserfahrung Bedeutungen beimessen konnte und kann.
Urinfunktionsdiagnostik:
Der Urin liefert ein Abbild der körperlichen Stoffwechselvorgänge. In der heutigen Urinfunktionsdiagnostik nutzt man die Erfahrungen der ersten chemischen Harnanalysen des 20. Jahrhunderts und zieht anhand von Farbphänomenen und Ausfällungen Rückschlüsse auf die Funktion der Verdauungsorgane und der Nieren. In meiner Praxis ist das Urinlabor eine Säule der Diagnostik. Es enthält außerdem einen Sticktest und die sogenannte Überschichtungsreaktion. Bitte bringen Sie den Becher Ihres Morgenurins immer halb gefüllt mit.
Schon in alter Zeit war der Urin Gegenstand diagnostischer Betrachtung. Hildegard v. Bingen (1098 - 1179) führt aus: "Der Harn eines Kranken ist, behufs Erwägung seiner Gesundheit und Krankheit aufzuheben, wenn dieser erwacht, weil dann der Harn dem Befinden des Kranken entsprechend zusammengesetzt und gefärbt ist."
Reflexzonendiagnostik und -behandlung:
Die Schuldmedizin und die Naturheilkunde kennt das Phänomen der nervösen Reflektion der Organe in bestimmte Hautzonen (Head-Zonen). Die Schmerz- oder Dysfunktionsprojektion betrifft aber nicht nur die Haut, was sich z. B. an gesteigerter Empfindlichkeit feststellen lässt, sondern auch die Muskeln, die sich oftmals im Hypertonus, also gesteigerter Spannung, befinden. Letztlich bildet sich der Organismus an jeder funktionellen Einheit des Körpers komplett ab. Das nutzt man therapeutisch z. B. in der Fußzonenreflexmassage oder der Ohrakkupunktur. Von besonderer praktischer Bedeutung ist der Rücken. Er ist eine wunderbare Abbildungsfläche der Organe und gleichzeitig der Ort der Behandlung, z. B. durch Massage, Schröpfen oder eine Quaddelbehandlung.
Labordiagnostik:
Oft können bestimmte Erkrankungen durch eine gezielte Laboranalytik frühzeitig festgestellt oder ausgeschlossen werden. Außerdem eignen sich Laboruntersuchungen hervorragend zur objektiven Verlaufs- und Therapiekontrolle. Für diese Fälle ist die Naturheilpraxis Felber Mitglied einer Laborgemeinschaft. Alle gängigen Leistungen und Spezialparameter der modernen laborgestützten Diagnostik können erbracht werden, wenn nicht schon von ärztlicher Seite entsprechende Befunde vorliegen.