Traditionelle europäische Naturheilkunde/Kräuterheilkunde

Traditionelle europäische Medizin:

Sie geht in ihren philosophischen Vorstellungen zurück auf die klassischen antiken Elemente. Der griechische Arzt Hippokrates gründete darauf die Säfte- und Temperamentenlehre. Die Humoralpathologie besteht im Wesentlichen aus der Kräuterheilkunde und den ausleitenden Verfahren:

  • Schröpfen
  • Baunscheidtieren
  • Cantharidenpflaster
  • Blutegel
  • Aderlass
  • Nasenreflextherapie

Konstitutionstherapie:

Man betrachtet den Körper in seinen Grundeigenschaften und Grundfunktionen, d. h. den Organfunktionen. Das Ziel ist die individuelle körperliche Verfassung des Patienten zu erkennen und wo nötig zu behandeln: Die Verbesserung angelegter oder erworbener Organschwächen, Behebung einer schlechten Verdauung, einer Störung der Lymphbereitung, einer Selbstvergiftung durch Stoffwechselprodukte. Wenn die Hauptakteure Leber, Galle, Nieren, Magen, Milz, Herz, Lungen ihre Arbeit verrichten, ist die wichtigste Voraussetzung für körperliche Gesundheit gegeben.

Kräuterheilkunde:

Schon immer haben die Heilpflanzen sich den Menschen angeboten und sie begleitet. Sie wurden erkannt und durch die Epochen auf unterschiedliche Art angewendet, wurden in Suppen oder Wein gekocht, zu Salben, Pillen, Tinkturen verarbeitet, als Auflagen, Bäder und Amulette verwendet. Die Volksmedizin, die Klostermedizin und die alten Künste der Alchimisten und Apotheker sind zwar Vergangenheit, aber nicht tot. Es lassen sich beachtliche Bestrebungen der Wiederbelebung in unserer Gegenwart beobachten. Was ist die Kräuterheilkunde heute? Kamillentee? Hochdosierte Johanniskrautpräparate? Auch heute, in unseren an Arten verarmten Landschaften, ist es möglich sich der Natur über die Pflanzen achtsam zu nähern und dabei Schätze zu entdecken: Hollunderblüten, Brennessel, Birkenblätter und natürlich die Kamille! Unkräuter, Heilkräuter, Pflanzenpersönlichkeiten. Sie waren und sind die Mutter der Heilkunde.